Social Business – was ist das?…

Aug 19 2011

… war eine der Hauptfragen der One World Convention on Social Business, die vom 19.-22. Mai in Passau stattfand. 46 Teilnehmer aus ganz Europa beschäftigten sich vier Tage lang interaktiv mit den Themen Social Business und Development.
Ende 2009 hielt Muhammad Yunus einen Vortrag über Social Business in Passau und inspirierte damit einige Passauer Mitglieder des europäischen Studentennetzwerkes AEGEE zur Organisation einer Konferenz, die das Ziel verfolgt, Social Business theoretisch zu diskutieren und praktisch umzusetzen.
Ein Social Business ist ein Unternehmen, das nicht primär die Gewinnmaximierung fokusiert, sondern es sich zur Aufgabe macht, ein soziales Problem zu lösen. Dabei muss sich das Unternehmen, im Unterschied zu gemeinnützigen Organisationen, finanziell selbst tragen, d.h. wirtschaftlich arbeiten und zahlt an mögliche Investoren nicht mehr als ihre Anfangseinlagen zurück. Der darüber hinausgehende Profit wird in den Ausbau des Unternehmens reinvestiert.
Über ein Jahr wurde an dem Konzept und der konkreter Umsetzung der Konferenz in Passau gefeilt; 25 Studenten arbeiteten unermüdlich bis es am 18. Mai endlich soweit war. 46 Teilnehmer aus Passau und aus ganz Europa reisten an. Nach der feierlichen Eröffnung der OWC durch den Vizepräsidenten der Universität Passau, Professor Dr. Hau, startete das Lehrprogramm der Konferenz: In Vorträgen erklärten Experten aus Wirtschaft, Politik und Sozialem die grundsätzlichen Aspekte des Models Social Business, daneben hatten die Teilnehmer der OWC die Möglichkeit, in vielfältigen Workshops das Handwerkszeug für den Aufbau eines Social Businesses zu erlernen. Für die Workshops hatte das Organisationsteam von AEGEE Passau Vertreter von bereits existierenden Social Businesses, aber auch aus der Mikrofinanzierungsbranche und der Politik eingeladen. Auf einer OWC-Best Practice Messe präsentierten existierende Social Businesses ihre Unternehmensidee und zeigten, dass Social Business tatsächlich erfolgreich funktioniert; so zum Beispiel Bonergie, die in Westafrika durch die Vergabe von Mikrokrediten für Solarpanels den Aufbau einer privaten, unabhängigen Stromversorgung ermöglichen. Ein großes Ziel der Konferenz war die Vermittlung praktischer Erfahrungen in der Entwicklung eines Social Businesses: Diese machten die Teilnehmer indem sie sich zunächst in Kleingruppen über Soziale Brennpunkte austauschten und anschließend gemeinsam einen Businessplan für ein entsprechendes Social Business entwarfen. Neben der Arbeit wurde auf der OWC auch der Spaß und der kulturelle Austausch ganz groß geschrieben: Typisch bayerisches Essen, eine Stadtführung und ein Auftritt des Passauer Trachtenvereins ermöglichten den internationalen Teilnehmern einen Eindruck in die niederbayrische Lebenskultur. Auf weiteren Abendveranstaltungen mischten sich die OWC Teilnehmer unter das Passauer Partyvolk und wenn auch den Schuhplattler einige verneinten, auf der Erasmus-Delux Party am Samstagabend schwang wirklich jeder das Tanzbein, um in ausgewogener Stimmung das gute Gelingen der Konferenz zu feiern.
Nach der abschließenden Podiumsdiskussion am Sonntagmorgen zum Thema „the future of Social Business“ sowie der öffentlichen Präsentation der Projektgruppenarbeit hieß es auch schon Abschied nehmen. Nach inhaltsvollen 4 Tagen reisten Teilnehmer und Organisatoren der OWC mit einem neuen Verständnis von Wirtschaft und mit vielen neuen Ideen für ihre Zukunft zurück in ihre Heimatstädte.


Weitere Informationen zur Konferenz und Social Business:


www.oneworldconvention.net
info@oneworldconvention.net

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